Eine Studie des Beratungsunternehmens Simon-Kucher zeigt, dass 40 % aller Unternehmen den Mangel an qualifizierten Fachkräften als ihr größtes Wachstumsproblem betrachten. Der demografische Wandel hat den Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt.
Das führt zu einer Vielzahl an Herausforderungen:
- Bewerberinnen und Bewerber werden immer anspruchsvoller gegenüber Unternehmen und Bewerbungsprozessen
- Unternehmen müssen stärker um Aufmerksamkeit von potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten kämpfen
- Unternehmen müssen für sich werben und Talente aktiv ansprechen. Stellenausschreibungen erzielen kaum noch den gewünschten Erfolg.
WhatsApp und andere Messenger-Dienste können Recruitern und Personaldienstleistern dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern. Sie bieten ihnen die Möglichkeit, einen einfachen Bewerbungsprozess zu gestalten, der nahtlos in andere Maßnahmen, wie Social-Media-Kampagnen, integriert werden kann.
Erfahre mehr darüber,
- wie du WhatsApp DSGVO-konform im Recruiting nutzt.
- wie du Bewerbungsprozesse in WhatsApp abbilden kannst.
- wie du Messenger und Social Recruiting gemeinsam nutzt.
- wie andere Unternehmen WhatsApp erfolgreich im Recruiting einsetzen.

WhatsApp im Recruiting: So geht's DSGVO-konform
Recruiting ohne personenbezogene Daten? Unmöglich. Ob WhatsApp oder nicht, um die Verarbeitung persönlicher, mitunter sensibler, Daten kommen Unternehmen im Recruiting nicht herum.
Dabei spielt es keine Rolle, ob WhatsApp genutzt wird oder nicht. Unternehmen sind daher verpflichtet, bei allen Tools, die zur Erfassung und Verarbeitung der Daten eingesetzt werden, darauf zu achten, dass sie Datenschutzgesetzen entsprechen.
WhatsApp Business kann grundsätzlich DSGVO-konform genutzt werden. Voraussetzung dafür ist die Nutzung über die WhatsApp Business API. Die Nutzung der WhatsApp Business App hingegen ist problematisch, da die App auf unterschiedliche Daten des Smartphones zugreifen kann und Metadaten auswertet, die im Konflikt mit der DSGVO stehen können.
Auf Basis der API können Messaging-Plattformen entwickelt werden, die wiederum Unternehmer wie du nutzen. Vor diesem Hintergrund liegt das Thema Datenschutz beim jeweiligen Softwareentwickler. Nicht bei Meta oder WhatsApp. Superchat setzt beispielsweise auf Serverstandorte in Frankfurt am Main. Das heißt:
Es findet keine Auswertung von Metadaten durch WhatsApp statt. Es werden keine unverschlüsselten Backups erstellt. Es erfolgt kein Zugriff auf Kontaktdaten auf deinem Mobiltelefon. Die Daten deiner Bewerber bleiben geschützt.

Wir haben alle Fakten und Möglichkeiten zur DSGVO-konformen Nutzung in einem Artikel zusammengefasst. 👉 Kann man WhatsApp Business DSGVO-konform nutzen? - So geht's
Bewerbungsprozesse in WhatsApp abbilden und automatisieren
Messenger wie WhatsApp bieten Unternehmen zahlreiche Vorteile. Dazu zählt insbesondere die persönliche und schnelle Interaktion durch Konversationen. Ein weiterer Vorteil ist die niedrige Einstiegshürde, da Kandidaten die Apps bereits tagtäglich nutzen.
Ein erster Schritt in Richtung Recruiting mit WhatsApp ist die Ergänzung der Stellenausschreibung mit einem WhatsApp-Link oder einem QR-Code zum Messenger. Im Chatfenster können vorgefertigte Nachrichten hinterlegt werden, die von den Bewerbern an das Unternehmen gesendet werden.
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus Interessenten Bewerber werden. Ein effizienter Prozess kommt aber nur dann zu Stande, wenn auch der Arbeitsaufwand für jede Bewerbung im Unternehmen sinkt.
Eine Vielzahl an Bewerbungen ist für dein Unternehmen wertlos, wenn diese nicht effizient qualifiziert werden können und das Recruiting- und HR-Team nicht effektiv mit den Daten arbeiten kann.
Über die WhatsApp API kannst du deinen Bewerbungsprozess vollständig automatisieren und die Bewerbungen mit deinen HR-Tools und Prozessen integrieren. Die Daten aus deinen Konversationen können so automatisch in die relevanten Systeme übertragen werden und stehen dir somit für den weiteren Ablauf zur Verfügung.
Durch Automatisierung, zum Beispiel mit Superchat Automations, kannst du deine Recruiting-Konversationen im Messenger außerdem individualisieren. So kannst du beispielsweise für bestimmte Positionen direkt Termine an die Bewerber verschicken, während du für andere zusätzliche Dokumente oder Informationen anforderst.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, deinen automatisierten Nachrichten sogenannte „Quick Replies“ hinzuzufügen. Dabei handelt es sich um Antwortvorschläge, die über die WhatsApp API an den Empfänger gesendet und durch einen einfachen Klick als Antwort zurückgesendet werden können. Dadurch lässt sich die bereits hohe Antwortrate von über 20 % in WhatsApp zusätzlich steigern und das „Ghosting“ durch Kandidaten reduzieren.


Wenn du das Opt-In deiner Kandidaten einholst, kannst du dir über Superchat einen Talentpool aufbauen und passende Kandidaten per WhatsApp Newsletter über neue Stellen informieren.
So verbindest du WhatsApp und Social Recruiting
Social-Media-Kanäle werden zunehmend nicht mehr nur zur Vermarktung an Kunden genutzt. Für viele Unternehmen sind Profile bei Facebook, Instagram, LinkedIn oder TikTok ein wichtiger Bestandteil des Employer Brandings oder sie betreiben dafür sogar eigene Kanäle.
Doch Social-Media-Plattformen haben ein hohes Interesse daran, dass ihre Nutzer die Plattform nicht verlassen. Einige Plattformen, wie Instagram, erlauben gar keine Links in normalen Beiträgen. Andere spielen Inhalte mit externen Links, beispielsweise zu Ausschreibungen, seltener aus.
Automatisierte Workflows in Messengern oder über Direktnachrichten können dir helfen, das zu umgehen. Nutzer können den Bewerbungsprozess einfach durch eine bestimmte Nachricht oder ein Schlüsselwort starten. So startest du den Bewerbungsprozess, ohne dass Nutzer die Plattform verlassen müssen.

Click to Messenger Ads!
Eine weitere spannende Möglichkeit sind sogenannte Click to Messenger Ads (auch Click to Chat Ads). Das sind Werbeanzeigen, meist in sozialen Netzwerken wie Facebook, die den Nutzer statt auf eine Website oder ein Unternehmensprofil direkt in einen Messenger leiten.
Die Nachricht, die den Prozess startet, kann dabei direkt im Link hinterlegt werden, sodass die Nutzer die Nachricht nur noch absenden müssen.
In die gleiche Kerbe schlagen Story Links bei Instagram. Im Gegensatz zu Posts in deinem Feed kannst du in Storys Links hinterlegen und so Follower direkt in einen schnellen Bewerbungsprozess in WhatsApp leiten.
Das funktioniert besonders gut bei sogenannten Blue-Collar-Jobs und bei Bewerbern der Generation Z oder jüngeren Bewerbern.
Ähnlich wird übrigens auch das neue Notes Feature funktionieren, das Instagram gerade ausrollt. Dabei handelt es sich um kurze Notizen von bis zu 60 Zeichen, die Nutzer per Klick in die Direktnachrichten eines Profils leiten.
Ein weiterer Vorteil ist die internationale Verbreitung von Social-Media-Plattformen und Messenger-Diensten. Dadurch wird es für Unternehmen einfacher und kostengünstiger, im Ausland nach neuen Mitarbeitern zu suchen.







