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E-Mail-Newsletter erstellen: 11 Tipps für deinen ersten E-Mail-Newsletter

Dieser Leitfaden zeigt dir in 11 konkreten Schritten, wie du deinen ersten Newsletter rechtssicher aufsetzt, mobil lesbar gestaltest und regelmäßig verschickst. Am Ende erfährst du, wie du E-Mail und WhatsApp so kombinierst, dass du noch mehr Leser erreichst.

email newsletter erstellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein E-Mail-Newsletter braucht in Deutschland eine nachweisbare Einwilligung. Der Standard dafür ist der Double-Opt-In.
  • Betreffzeile und Preheader entscheiden, ob deine Mail überhaupt geöffnet wird. Laut Inxmail-Benchmark 2026 liegt die durchschnittliche Öffnungsrate bei rund 24 Prozent.
  • Eine kleine, ehrlich aufgebaute Empfängerliste bringt mehr als eine große gekaufte.
  • Die meisten Menschen lesen auf dem Handy. Deshalb muss der Newsletter mobil lesbar sein.
  • WhatsApp erreicht als zusätzlicher Kanal deutlich höhere Öffnungsraten als E-Mail und lässt sich gut kombinieren.

Du willst deine Kunden regelmäßig erreichen, ohne jedes Mal Geld für Werbung auszugeben? Ein E-Mail-Newsletter ist dafür einer der günstigsten Wege, den es gibt.

Das Problem: Die meisten ersten Newsletter scheitern nicht am Text, sondern an vermeidbaren Fehlern. Falsche Anmeldung, kein klares Ziel, unlesbar auf dem Handy.

Diese elf Tipps führen dich von der ersten Idee bis zum Versand. Ohne Marketing-Vorwissen und ohne teure Software.

1. Leg fest, was dein Newsletter bringen soll

Bevor du an Design oder Tools denkst: Kläre, warum du überhaupt einen Newsletter verschickst. Willst du Stammkunden binden, Termine füllen oder ein neues Angebot bekannt machen?

Ein Ziel pro Ausgabe reicht. Wer alles gleichzeitig will, schreibt am Ende an niemanden.

Formulier dein Ziel in einem Satz, zum Beispiel: "Ich will, dass 20 Prozent meiner Kunden von der neuen Öffnungszeit erfahren." An diesem Satz misst du später, ob der Newsletter funktioniert hat.

2. Hol dir eine rechtssichere Einwilligung mit Double-Opt-In

In Deutschland darfst du Werbung per E-Mail nur an Menschen schicken, die vorher zugestimmt haben. Der Standard dafür heißt Double-Opt-In (kurz DOI).

Das läuft so: Jemand trägt seine Adresse ins Anmeldeformular ein und bestätigt danach über einen Link in einer separaten E-Mail. Erst dann landet die Person in deinem Verteiler.

Die DSGVO schreibt den Double-Opt-In nicht wörtlich vor. Aber Artikel 7 DSGVO verlangt, dass du die Einwilligung nachweisen kannst. Der DOI ist der Weg, der dich vor Abmahnungen schützt.

Drei Regeln solltest du dabei einhalten: Nur die E-Mail-Adresse darf ein Pflichtfeld sein, vorangekreuzte Häkchen sind unzulässig, und die Bestätigungsmail darf keine Werbung enthalten.

Warum das ernst ist: Bußgelder können nach Artikel 83 DSGVO bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des Jahresumsatzes betragen. Für einen kleinen Betrieb reicht schon eine Abmahnung, um teuer zu werden.

Wenn du unsicher bist, ob dein Anmeldeprozess sauber ist, lass ihn einmal von einer Datenschutzberatung prüfen. Das ist keine Rechtsberatung, sondern ein Hinweis, der dir viel Ärger ersparen kann.

3. Wähl ein Newsletter-Tool, das zu deiner Größe passt

Du brauchst kein teures Marketing-System. Ein Newsletter-Tool (auch E-Mail-Marketing-Software genannt) übernimmt Anmeldung, Double-Opt-In, Versand und Auswertung für dich. Für den Start reichen Anbieter mit kostenlosen oder günstigen Einstiegstarifen.

Achte bei der Auswahl auf drei Dinge. Der Anbieter sollte DSGVO-konform sein, am besten mit Servern in der EU. Du solltest einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschließen können, der regelt, wie der Anbieter mit den Daten deiner Kunden umgeht. Und du brauchst eine Vorlage, die du ohne Designkenntnisse befüllen kannst.

Kauf die Software nicht nach der längsten Funktionsliste, sondern danach, was du in den ersten drei Monaten wirklich nutzt.

4. Bau deine Empfängerliste ehrlich auf

Kauf niemals E-Mail-Adressen. Gekaufte Listen sind rechtlich riskant und bestehen aus Menschen, die dich nicht kennen und deine Mail als Spam empfinden.

Sammle Adressen stattdessen dort, wo Leute ohnehin mit dir zu tun haben: an der Kasse, auf deiner Website, nach einem Termin oder per QR-Code im Laden. Sag dabei klar, was die Leute bekommen und wie oft.

Eine kleine, echte Liste schlägt eine große gekaufte fast immer. Laut Inxmail erreichen Aussendungen an rund 100 Empfänger im Schnitt eine um 20 Prozent höhere Öffnungsrate als Aussendungen an sehr große Verteiler. Der Grund ist einfach: Kleine Listen sind gezielter und aktueller gepflegt.

5. Schreib eine Betreffzeile, die zum Öffnen einlädt

Die Betreffzeile entscheidet, ob deine E-Mail geöffnet wird. Halt sie kurz, konkret und ehrlich. Schreib, was drin steckt ("Neue Öffnungszeiten ab Montag"), nicht was reißerisch klingt.

Vermeide typische Spam-Wörter wie "gratis", "gewinnen" oder "dringend", sonst landest du im Werbe- oder Spam-Ordner.

Zur Einordnung: Laut dem Inxmail E-Mail-Marketing-Benchmark 2026 lag die durchschnittliche Öffnungsrate im Jahr 2025 bei 24,1 Prozent, im B2B-Bereich bei 22,8 Prozent. Etwa jede vierte E-Mail wird also überhaupt geöffnet.

Eine gute Betreffzeile ist dein größter Hebel, um diesen Wert nach oben zu bewegen.

6. Nutz den Preheader als zweite Betreffzeile

Der Preheader ist der kurze Text, den viele Mail-Programme direkt hinter oder unter der Betreffzeile anzeigen, noch bevor man die Mail öffnet. Lässt du ihn leer, zeigt das Programm oft zufälligen Text aus der Mail an, meistens den Hinweis "Wird diese E-Mail nicht korrekt angezeigt".

Nutz den Platz stattdessen, um deine Betreffzeile zu ergänzen. Betreff: "Neue Öffnungszeiten ab Montag." Preheader: "Und ein kleines Dankeschön für Stammkunden."

Zusammen ergeben die beiden Zeilen einen echten Grund, die Mail zu öffnen.

7. Ein Newsletter, ein Thema

Widersteh der Versuchung, alles auf einmal zu erzählen. Ein Newsletter mit einem klaren Thema wird häufiger zu Ende gelesen als einer mit fünf.

Stell die wichtigste Information nach oben, so wie in einer Zeitung. Halt die Absätze kurz, schreib in einfachen, ganzen Sätzen und sprich deine Leser direkt an.

Wenn du mehrere Dinge zu sagen hast, verschick lieber zwei kurze Newsletter als einen langen. Kürze wird fast immer belohnt.

8. Mach den Newsletter auf dem Handy lesbar

Die meisten Menschen öffnen E-Mails auf dem Smartphone. Wenn deine Mail dort nur mit Zoomen lesbar ist, ist sie weg. Nutz eine Vorlage, die sich automatisch an die Bildschirmgröße anpasst. Im Tool heißt diese Eigenschaft meist "responsive".

Ein paar praktische Regeln: eine Spalte statt mehrerer nebeneinander, große Schrift, Buttons statt winziger Textlinks, und Bilder sparsam einsetzen, damit die Mail schnell lädt.

Schick dir jeden Newsletter vor dem eigentlichen Versand einmal selbst und öffne ihn auf dem Handy. Was dir dort auffällt, fällt auch deinen Lesern auf.

9. Setz einen klaren Call-to-Action

Jeder Newsletter braucht eine klare Handlung, die du dir von deinen Lesern wünschst. Das nennt man Call-to-Action (kurz CTA), also die Aufforderung zu einer konkreten Aktion.

Beschränk dich auf eine Hauptaktion pro Newsletter: "Termin buchen", "Angebot ansehen" oder "Antworten und Frage stellen". Formulier den Button-Text als Tätigkeit, nicht als "Hier klicken".

Wenn deine Leser nach dem Lesen nicht wissen, was sie tun sollen, tun sie meistens nichts.

10. Sende regelmäßig und miss, was funktioniert

Ein Newsletter wirkt über Wiederholung, nicht über einen einzelnen Versand. Leg einen Rhythmus fest, den du durchhältst. Einmal im Monat verlässlich ist besser als dreimal in einer Woche und danach ein halbes Jahr Stille.

Für geschäftliche Empfänger sind laut Benchmarks Dienstag bis Donnerstag am Vormittag gute Versandzeiten.

Schau dir nach jedem Versand zwei Zahlen an: die Öffnungsrate (wie viele deine Mail geöffnet haben) und die Klickrate (wie viele auf einen Link geklickt haben). Wichtiger als der einzelne Wert ist die Entwicklung über die Zeit.

Sinkt die Öffnungsrate über mehrere Ausgaben, prüf deine Betreffzeilen, die Frequenz und ob du noch die richtigen Leute erreichst.

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11. Denk über E-Mail hinaus: Newsletter per WhatsApp

E-Mail ist bewährt, aber nicht der einzige Kanal für einen Newsletter. Immer mehr kleine Betriebe verschicken Neuigkeiten zusätzlich per WhatsApp, weil die Nachrichten dort direkt im Chat landen statt im Werbe-Ordner.

Die Zahlen sind deutlich: In einer Analyse der Agentur famefact über sechs Unternehmen und acht Monate lag die mittlere Öffnungsrate der WhatsApp-Kanäle bei 75,5 Prozent, gegenüber 20,1 Prozent beim E-Mail-Newsletter. Das ist etwa das 3,75-Fache.

Das heißt nicht, dass du E-Mail ersetzen sollst. Beide Kanäle haben unterschiedliche Stärken:

MerkmalE-Mail-NewsletterWhatsApp-Newsletter
Öffnungsraterund 20 bis 25 Prozentrund 70 bis 90 Prozent
Inhaltlange Texte, PDFs, komplexe Layoutskurze, direkte Nachrichten
Kontrolle über die ListeAdressen jederzeit exportierbaran die Plattform gebunden
Kostenoft kostenlose oder günstige TarifeGebühr je Marketing-Nachricht (in Deutschland rund 0,11 Euro über Meta)

Für WhatsApp brauchst du ein Tool, das an die offizielle WhatsApp Business Platform angebunden und DSGVO-konform ist. Und auch hier gilt: Empfänger müssen vorher zustimmen.

Anbieter wie Superchat (Meta Business Partner mit Servern in Deutschland) bündeln Broadcast-Versand und WhatsApp in einem System.

So kombinierst du beide Kanäle sinnvoll:

  1. Erst E-Mail, dann WhatsApp-Erinnerung. Die Details kommen per E-Mail, am nächsten Tag eine kurze WhatsApp-Nachricht mit Kernpunkt und Link. So holst du die zurück, die die Mail übersehen haben.

  2. WhatsApp an alle, die die E-Mail nicht geöffnet haben. Dein Tool zeigt dir die Non-Opener. Über WhatsApp erreichst du sie oft doch noch, ohne alle ein zweites Mal anzuschreiben.

  3. WhatsApp als exklusiver Kanal für treue Kunden. Nutz ihn für Angebote, die es nur dort gibt: frühe Terminslots, ein Rabatt vor allen anderen, ein Blick hinter die Kulissen.

  4. Bei großen Listen gezielt einsetzen. WhatsApp kostet rund 0,11 Euro pro Nachricht, E-Mail ist bei den meisten Tools pauschal. Ein Versand an 5.000 Kontakte wären also schon rund 565 Euro. Deshalb: breite Reichweite über E-Mail, WhatsApp nur für Segmente, in denen sich die höhere Öffnungsrate rechnet (Non-Opener, treue Kunden).

Fazit: Fang klein an, verbessere von Ausgabe zu Ausgabe

Wenn du bei null startest, mach nicht alle elf Punkte gleichzeitig. Fang mit drei Dingen an: Klär dein Ziel (Tipp 1), richte einen rechtssicheren Double-Opt-In ein (Tipp 2) und schick deine erste Ausgabe an die Menschen, die dich schon kennen (Tipp 4).

Alles Weitere verbesserst du Schritt für Schritt. Ein einfacher Newsletter, den du regelmäßig verschickst, schlägt den perfekten, der nie rausgeht.

Häufige Fragen

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Julian Gumny
Senior Content Strategist, Superchat
Julian ist Senior Content Strategist bei Superchat. Er ist Messaging-Experte und experimentiert gerne mit neuen Content-Formaten ☕ ✍️
Julian Gumny