Besonders frisch gebackene Gründer verwenden das private Smartphone aus Bequemlichkeit auch zu geschäftlichen Zwecken. Lies jetzt, warum du das lieber nicht tun solltest und was für eine einfache Lösung es für dieses Problem gibt.
Du hast dein Unternehmen gerade gegründet, telefonierst mit deinen Kunden am liebsten persönlich und verwendest dazu die private Rufnummer? Das machen sehr viele Unternehmer zu Beginn ihrer Karriere – warum auch sollte man die Dinge unnötig verkomplizieren? Doch wenn deine Firma wächst und deine Mitarbeiter die Anrufe und Nachrichten von dir übernehmen sollen, kann das privat und geschäftlich genutzte Smartphone zum Problem werden.
Das private Handy für geschäftliche Kontakte verwenden – wirklich eine gute Idee?
In den ersten Zügen deiner Geschäftsgründung mag die Nutzung des privaten Smartphones zu geschäftlichen Zwecken eine bequeme, schnelle und praktikable Lösung sein. Wenn die Anfragen noch überschaubar sind, ist das meistens auch noch ohne größeren Aufwand möglich.
Doch dieser „kleine Dienstweg“ hat sich spätestens dann erledigt, wenn dein Unternehmen wächst. Denn ab einem gewissen Punkt kannst du nicht mehr mit jedem Kunden persönlich telefonieren oder ihm per WhatsApp schreiben. Dann ist es unvermeidlich, dass du diese Anfragen von deinen Mitarbeitern beantworten lässt. Doch wie sollst du nun die geschäftlichen Nachrichten und Kontakte von den privaten trennen?
Schließlich kannst du dein privates Smartphone nicht einfach an deine Angestellten weiterreichen, da sie sonst auch auf alle privaten Kontakte, Social Media Zugänge und sonstige sensible Informationen Zugang hätten. Spätestens hier rächt sich also die bequeme Lösung, das Smartphone für Privates und Geschäftliches zu verwenden.
5 Gründe, warum du deine private Handynummer nicht geschäftlich nutzen solltest
Deshalb solltest du am besten vom Beginn deiner Selbstständigkeit an, deine privaten und beruflichen Kontakte getrennt halten – so beugst du möglichen späteren Problemen vor.
1. Mögliche Spamanrufe von Verkäufern
Wenn du deine Rufnummer auf deine Website stellst, werden sich langfristig immer mehr Personen bei dir melden, die dir etwas verkaufen wollen. Irgendwann wird es für dich unmöglich zu unterscheiden sein, welche Anrufe wirklich wichtig sind und welche Anrufe du getrost ignorieren kannst.
Wenn du dazu international tätig bist, kann es auch passieren, dass dein privates Smartphone bedingt durch verschiedene Zeitzonen, Tag und Nacht von Verkäufern frequentiert wird – ganz abhängig davon, wie bekannt und erfolgreich dein Unternehmen in der Zwischenzeit geworden ist. Ganz verhindern kannst du diese Anrufe zwar nicht, aber du kannst sie zumindest eindämmen. Leg dir einfach eine Rufnummer zu, die du ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken verwendest und zu einer bestimmten Uhrzeit ausschalten kannst.
2. Persönliche Informationen können überall im Internet gelistet werden
Doch wie genau kommt es eigentlich zu diesen Spamanrufen? Die Wahrscheinlichkeit für diese unerwünschten Telefongespräche steigt, je öfter deine private Rufnummer im Netz auftaucht. Das kann von dir selbst so gewollt sein, wenn du deine Telefonnummer auf deiner Website, in deinem Google My Business Profil und auf weiteren Social Media Accounts für alle öffentlich sichtbar machst.
Doch nicht nur du selbst listest deine Rufnummer im Internet, sondern diese wird auch von sogenannten Datenaggregatoren gesammelt und vielfach erneut online gestellt. Einer der bekanntentesten Datenaggregatoren ist zum Beispiel ZoomInfo. Das ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das Informationen über Firmen und Gründer sammelt und zu Marketing- und Saleszwecken verkauft.
3. Leichtes Ziel für Hacker
Je öfter deine privaten Daten im Internet auftauchen, desto höher ist Wahrscheinlichkeit eines virtuellen Hackerangriffs. Denn die Cyberkriminellen können mit dem Verkauf deiner Daten im Darknet sehr viel Geld verdienen: Teilweise werden damit Milliardengewinne erzielt! Beispielsweise können Hacker mit der sogenannten SIM-Swapping-Methode sehr leicht die Kontrolle über deine private Rufnummer gewinnen.
Die Kriminellen rufen dabei bei der Hotline deines Mobilfunkanbieters an und geben vor, du zu sein. Mit ein paar weiteren persönlichen Daten wie deiner Wohnanschrift und deinem Geburtsdatum fordern sie eine neue SIM-Karte an. Deine alte SIM-Karte wird dann deaktiviert und die Hacker erhalten Zugriff auf deine Daten. So geschehen 2019 beim Twitter-CEO Jack Dorsey. Unbekannte konnten daraufhin kompromittierende Tweets an über vier Millionen Follower senden.
4. Kann unseriös wirken
Wenn du deine private Rufnummer zu geschäftlichen Zwecken nutzt, werden sich deine privaten Nachrichten schnell mit den geschäftlichen vermischen. Hier solltest du besonders gut aufpassen, dass du eine private Nachricht nicht versehentlich an einen Geschäftspartner schickst. Zudem musst du in diesem Fall darauf achten, dass du möglichst professionell auftrittst und nicht etwa ein unseriöses Profilfoto in deinem WhatsApp Account verwendest. Aus dem gleichen Grund sind die WhatsApp Business App und die WhatsApp Business API für geschäftliche Zwecke besser geeignet als die WhatsApp Version für Privatpersonen.
Darüber hinaus solltest du nicht vergessen, dass du mit deiner Rufnummer möglicherweise auch noch bei anderen Portalen angemeldet bist, die nichts mit deinem Unternehmen zu tun haben. Ein Klassiker ist die Anmeldung mit der Handynummer auf einem Datingportal, auf dem du dich vermutlich anders präsentierst als auf beruflichen Netzwerken wie LinkedIn. Wenn ein Geschäftspartner deine private Handynummer hat, kann er diese privaten Profile möglicherweise auch online finden.
5. Deine Work-Life-Balance könnte aus dem Takt geraten
Bei einem privat und gleichzeitig geschäftlich genutzten Smartphone kannst du kaum vorab feststellen, ob ein Anruf von einer unbekannten Nummer ein privater oder geschäftlicher Anruf ist. Daher könntest du dich zu jeder Tages- und Nachtzeit dazu genötigt fühlen, ein Telefongespräch anzunehmen. Schließlich könnte es sich um einen privaten Notfall handeln.
Besser ist es, wenn du dir eine geschäftliche Rufnummer zulegst, unter der du zu festgelegten Geschäftszeiten erreichbar bist, um eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu schaffen. Denn wenn du jederzeit für Kunden erreichbar bist, werden deine Geschäftspartner glauben, dass sie dich um Mitternacht und am Wochenende bedenkenlos kontaktieren können. Denk daran, dass deine Zeit eine begrenzte Ressource ist. Diese willst du doch sicher nicht mit unnötigen Anrufen verschwenden, oder?
Fazit: Trenne deine geschäftliche von der privaten Rufnummer
Wie du es drehst und wendest: Es hat viel mehr Vorteile, die private von der geschäftlichen Rufnummer zu separieren, als aus Bequemlichkeit auf diese Trennung zu verzichten. Selbst wenn dein Business zu Beginn noch klein sein mag und du alle Kunden am liebsten individuell und persönlich betreuen würdest, wird die Zeit kommen, in der das nicht mehr möglich ist.
Deshalb solltest du besser gleich zu Beginn die richtigen Weichen stellen und dein privates Smartphone tatsächlich nur zu privaten Zwecken verwenden. Wenn du dir kein zweites Telefon anschaffen möchtest, hast du mit der Dual-Sim außerdem die Möglichkeit, zwei Sim-Karten – eine geschäftliche und eine private – in einem Smartphone zu vereinen. Die geschäftliche lässt sich nach Belieben ein- und ausschalten. Mit manchen Handys ist es sogar möglich, die Arbeitsrufnummer generell nachts und am Wochenende zu deaktivieren.
Superchat hilft dir, Privates und Berufliches zu trennen
Dein Unternehmen gedeiht und die Kundenanfragen wachsen dir über den Kopf? Trenne besser jetzt deine privaten Kontakte von den beruflichen und fasse zukünftig alle Kundenanfragen in einer Software zusammen – mit Superchat. So können dir deine Kunden einfach per E-Mail, Sms, WhatsApp und Co. schreiben und alle Nachrichten landen gesammelt und geordnet auf einer Plattform. Von hier aus können deine Mitarbeiter die Nachrichten beantworten, die dann auf dem Kanal zugestellt werden, den dein Kunde bevorzugt. So hast du mehr Zeit, um das weiterzuentwickeln, was dir wirklich am Herzen liegt: dein Unternehmen.




