Melanie Schröder
10 min Lesezeit

Das sind die sicheren Alternativen zu WhatsApp

Der beliebte Messenger des Facebook Konzerns steht in der Kritik: Angesichts bekannter Sicherheitsmängel und der aktuellen Änderung der Datenschutzrichtlinien verlassen immer mehr User WhatsApp. Informieren Sie sich jetzt über sichere Messenger-Alternativen.

WhatsApp ist derzeit der erfolgreichste Messenger weltweit – etwa zwei Milliarden User nutzen den Nachrichtendienst. In Deutschland kommuniziert fast jeder Smartphone-Besitzer über den Messenger mit Freunden und Familie – laut einer Statista-Umfrage etwa 95 Prozent. Doch schon seit Jahren wird WhatsApp von Medien und Datenschützern kritisiert. Sogar der Bundesverband der Verbraucherzentrale in Deutschland hat WhatsApp 2017 bereits verklagt.

Diese Sicherheitslücken gibt es bei WhatsApp

WhatsApp erhebt von den Usern, die die App nutzen, zahlreiche personenbezogene Daten wie beispielsweise den Profilnamen, die Telefonnummer, die IP-Adresse und den Standort. Der Messenger hat zudem Zugriff auf Metadaten einzelner gesendeter Nachrichten. Damit lässt sich nachvollziehen, wer wann an wen eine Nachricht versendet hat. WhatsApp kann zwar nicht auf die Nachrichten selbst zugreifen, da diese Ende-zu-Ende verschlüsselt sind – allerdings wird die versendete Dateigröße gespeichert.

Neben der Tatsache, dass WhatsApp viele Daten über User sammelt, sind bekannte Probleme, dass…

  • … die Kontaktlisten von WhatsApp-Usern ausgelesen werden.
  • … automatische Backups teilweise unverschlüsselt abgespeichert werden.
  • … mit den gewonnenen Metadaten ein Bewegungsprofil eines Users erstellt werden kann.
  • … Daten teilweise an den Mutterkonzern Facebook weitergegeben werden.

Erschwerend kommt nun hinzu, dass WhatsApp die Datenschutzrichtlinien geändert hat. Obwohl sich damit für europäische Nutzer nichts ändert, sind als Reaktion massenweise User zu anderen Messengern abgewandert. Weitere Information zum Thema Datenschutz bei WhatsApp finden Sie hier.

5 sichere Messenger-Alternativen zu WhatsApp

Genug Gründe also, sich neben dem Platzhirsch WhatsApp alternative Messenger anzusehen, die sich auf die Datensicherheit ihrer User spezialisiert haben. Hier sechs Nachrichtendienste mit ihren Vor- und Nachteilen im Überblick:

Threema

Eine mittlerweile bekannte sichere Alternative zu WhatsApp ist der Messenger Threema aus der Schweiz. Als einer der wenigen Messenger ist Threema nicht kostenlos erhältlich. Jedoch sind die einmaligen 3,99 Euro Gebühr angesichts der nützlichen, sicheren Features zu verschmerzen.

Denn mit Threema sind alle Nachrichten nicht nur sicher Ende-zu-Ende verschlüsselt, sondern werden auch noch vom Server gelöscht, sobald diese versendet wurden. Weiterer Vorteil von Threema ist, dass Sie als User komplett anonym bleiben können. Denn der Messenger vergibt eine individuelle ID, anstatt die Telefonnummer zu speichern. Metadaten der versendeten Nachrichten werden bei Threema ebenfalls nicht gesammelt. Darüber hinaus ist ein wichtiger Pluspunkt, dass die Server in der Schweiz stehen und damit strengen Datenschutzrichtlinien unterstehen.

Signal

Signal ist ein Messenger, der mittlerweile durch die Empfehlung des Whistleblowers Edward Snowden und des Unternehmers Elon Musk einige Berühmtheit erlangt hat. Denn auch Signal brüstet sich damit, ein besonders sicherer Messenger zu sein. Der Erfinder von Signal Moxie Marlinspike ist ein bekannter Kryptograph – seine Arbeit wird in IT-Sicherheitskreisen geschätzt und anerkannt. Daher wird auch bei Signal das Thema Datenschutz großgeschrieben.

Der Messenger finanziert sich komplett aus Spenden, um nicht auf Werbeeinnahmen angewiesen zu sein. Vorteil für die User bei Signal ist, dass Privat- und Gruppenchats Ende-zu-Ende verschlüsselt werden und dass die Telefonnummer des Users nur anonymisiert an den Server übermittelt wird. Darüber hinaus ist der Quellcode der App öffentlich zugänglich – jeder versierte Softwareentwickler kann also selbst prüfen, ob es Sicherheitslücken im Code gibt.

Ginlo

Ginlo ist ein Messenger made in Germany, der erst 2018 gegründet wurde und ebenfalls auf maximale Datensicherheit für private User und Unternehmen setzt. Der Name der App ist ein Anagramm und leitet sich von „login“ ab. Hinter dem Messenger steht der Unternehmer Karsten Schramm aus Berlin – einer der Mitgründer des Webportals GMX.

Ebenso wie mit den anderen hier vorgestellten Messenger lassen sich mit Ginlo Nachrichten verschlüsselt versenden. Besonders von Vorteil ist die Funktion sich selbst zerstörender Nachrichten, wenn dies vom Absender erwünscht ist. Unschlagbarer Vorteil ist, dass die Server von Ginlo in Deutschland stehen und der Messenger volle DSGVO Konformität gewährleistet. Ginlo bietet für Unternehmen zusätzlich eine White Label Lösung an: Das heißt, Firmen haben die Möglichkeit, den Messenger im Layout ihrer eigenen Marke anzupassen.

Wire

Wire wurde 2014 vom dänischen Unternehmer Janus Friis gegründet – einer der Mitgründer von Skype. Wire hat Firmensitze in Deutschland, der Schweiz und in den USA. Hauptsitz der Wire Swiss GmbH ist Zug in der Schweiz – demnach dürften bei Wire, genau wie bei Threema, die Datenschutzrichtlinien der Schweiz greifen. Ein Großteil der Softwareentwicklung findet in Berlin statt. Der Code ist wie bei Signal Open Source und kann demnach von allen Interessierten öffentlich eingesehen werden.

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Wire ist, dass Gruppenanrufe möglich sind. Diese sind, wie auch Video-Anrufe, Ende-zu-Ende verschlüsselt. Ähnlich wie bei vielen anderen Messengern kann die App sowohl am Smartphone wie auch am Laptop benutzt werden. Jedoch werden Chats aus Sicherheitsgründen nicht zwischen den Endgeräten übertragen. Wire finanziert sich aus kostenpflichtigen Angeboten für Unternehmen wie beispielsweise Wire Pro und verkauft daher keine Nutzerdaten zu Werbezwecken.

Wickr

Der Krypto-Messenger Wickr wurde 2012 gegründet und möchte hochsichere Kommunikation für Unternehmen, Militär, Regierungen und Privatpersonen ermöglichen. Wie auf der Internetseite von Wickr nachzulesen ist, nutzt sogar das deutsche Bundeskriminalamt die App.

Zur Anmeldung benötigt man nur eine E-Mail-Adresse und keine Telefonnummer. Der User kann daher anonym bleiben. Bei Wickr werden die Daten schon vor Versand einer Nachricht anonymisiert – fast alle Metadaten werden gelöscht. Macht ein User einen Screenshot von einem Chatverlauf, werden die anderen Teilnehmer darüber informiert. Die Besonderheit: Nachrichten werden standardmäßig nach sechs Tagen gelöscht – der genaue Zeitpunkt ist auf die Sekunde genau individuell einstellbar. Klingt also nach einem ziemlich sicheren Messenger. Einziger Schwachpunkt: Die Daten werden auf Servern in den USA gespeichert.

Fazit: Threema ist im Vergleich die beste WhatsApp-Alternative

Es gibt also eine Menge Messenger, die sicherer sind als WhatsApp. Beim Thema Datensicherheit ist momentan Wickr die beste Lösung auf dem Markt. Doch die größten Mankos sind wohl, dass die App in Deutschland noch von kaum jemandem genutzt wird und dass für die Daten die weniger strengen US-amerikanischen Datenschutzrichtlinien gelten. Daher ist Wickr momentan nur für ein Nischenpublikum geeignet.

Die meist genutzten hier vorgestellten Messenger in Deutschland sind Signal und Threema. Daher ist es sinnvoll, je nach Unternehmen und anvisierter Zielgruppe, einen dieser Messenger in der Kundenkommunikation einzusetzen. Wenn Ihre User bereit sind, einmalig 3,99 Euro im App-Store zu bezahlen, ist Threema im Vergleich, nach Abwägung aller Vor- und Nachteile der anderen Messenger, die beste Alternative zu WhatsApp. Denn anders als bei Signal werden die Daten in Europa verarbeitet und unterliegen den strengen Datenschutzgesetzen der Schweiz.

Vereinfachen Sie Ihre Arbeit mit mehreren Kommunikationskanälen

Es kann für Unternehmer schwierig sein, mit dem derzeitigen Tempo mitzuhalten, in dem immer wieder neue Kommunikationskanäle und Messenger auf den Markt kommen. Denn verständlicherweise möchten Sie als Unternehmer Ihrem Kunden immer den Kommunikationskanal anbieten, den er bevorzugt. Da können neben Telefon, E- Mail, Sms, WhatsApp und nun vielleicht auch noch Threema viele Kanäle zusammenkommen, die mehr Arbeit innerhalb Ihres Unternehmens verursachen.

Langfristig brauchen Sie als Gründer also eine Lösung, mit der Sie alle Kommunikationskanäle bündeln können. Denn der Mehraufwand durch die Bedienung verschiedener Accounts ist frustrierend und kostet Zeit, Geld und Nerven. Darüber hinaus können auch Ihre Kunden irritiert werden, wenn sie per Messenger eine schnelle Antwort erhalten, aber mehrere Stunden oder sogar Tage auf die Beantwortung einer Mail warten müssen. Sammeln Sie deshalb alle Kundenanfragen aus allen Kanälen innerhalb der Software von Superchat. So entlasten Sie Ihr Team und Ihre Kunden bekommen immer schnell eine Antwort – egal ob per E-Mail, Sms oder Messenger. Vereinbaren Sie noch heute ein unverbindliches Erstgespräch!

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