Kein Tabuthema: Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt
Christina Wendt
Christina Wendt
28. Juni, 2021
-
7min Lesezeit

Kein Tabuthema: Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt

Depressionen, Angststörungen und Burnout sind kein Tabuthema mehr. Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkund e.V. sind über 17 Millionen Menschen in Deutschland von einer psychischen Erkrankung betroffen. Auch in der Arbeitswelt wird mentale Gesundheit immer wichtiger. 

Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz - das Wichtigste in Kürze 

  • Steigender Druck und mangelnde Handlungsspielräume am Arbeitsplatz belasten Arbeitnehmer zunehmend. 
  • Der Anteil der erwerbsfähigen Menschen die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind befindet sich auf einem hohen Niveau. 
  • Die Fehltage aufgrund einer psychischen Erkrankung haben sich seit 1999 verdreifacht. 
  • Durch konstante Belastung am Arbeitsplatz steigt das Risiko an einer psychischen Störung zu erkranken.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ist wichtig

In den letzten Jahren und durch die Corona-Pandemie rückt das Thema mentale Gesundheit immer mehr in den Fokus. Für viele Menschen nimmt der Beruf einen wichtigen Teil des Lebens ein und zwar nicht nur zeitlich. Selbstverwirklichung im Job und Erfolg haben für viele Menschen einen hohen Stellenwert.

Psychische Erkrankungen können jeden treffen. Gerade deswegen ist Gesundheitsmanagement auch in Ihrem Unternehmen wichtig, denn gesunde Mitarbeiter sind zufriedener und leistungsfähiger. 

Warum wird immer so wenig über psychische Gesundheit in der Arbeitswelt gesprochen? 

Obwohl das Bewusstsein für psychische Erkrankungen steigt, werden Menschen die davon betroffen sind oft diskriminiert. Viele Betroffene versuchen, ihre Gefühle zu verbergen, weil sie Angst vor den Reaktionen anderer Menschen haben. Die Angst vor Diskriminierung und Schamgefühl gehören zu den Hauptgründen, warum Betroffene ihren Kollegen oder Vorgesetzten nichts von ihren psychischen Beschwerden erzählen.

Welche Faktoren beeinflussen die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz?

Mentale Gesundheit wird von vielen Elementen beeinflusst, daher ist es schwierig exakte Auslöser und Gründe zu benennen. Der Arbeitsplatz alleine ist nicht unbedingt der Auslöser für eine psychische Erkrankung. Aber Experten gehen davon aus, dass die heutige Arbeitswelt die Entstehung begünstigt. Neben Zeitmanagement und Überarbeitung beeinflussen folgende Faktoren die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: 

  • Tätigkeitsspielraum
  • Intensität der Arbeit
  • Arbeitszeiten
  • Soziale Beziehungen
  • Arbeitsumgebung 
  • Arbeitsplatzunsicherheit

Zusätzlicher Faktor der eine sehr große Rolle spielt, ist die zunehmend verschwindende Grenze zwischen Privat- und Arbeitsleben. Diese Entwicklung wurde durch die Corona-Pandemie und das zunehmende Arbeiten von Zuhause begünstigt. 

Die Folgen von Stress, Unzufriedenheit und Belastung durch die Arbeit

Psychische Überlastungssymptome sind von Person zu Person unterschiedlich und abhängig auch davon, um welche psychische Erkrankung es sich handelt. Erste Anzeichen äußern sich häufig in Schlafmangel oder Isolation. Oft kommen körperliche Beschwerden und Krankheitssymptome hinzu. All das wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden, die Arbeitsmoral und die Leistung Ihrer Mitarbeiter aus. 

Wie können Sie das Thema mentale Gesundheit in Ihrem Unternehmen fördern? 

Bei mentaler Gesundheit stehen nicht nur Ihre Mitarbeiter, sondern auch Sie selbst im Fokus. Psychische Erkrankungen können jeden betreffen. Psychische Gesundheit ist genauso wichtig am Arbeitsplatz, wie die körperliche Gesundheit. Aus diesem Grund greift für diesen Bereich das Arbeitsschutzgesetz.

Auch im Arbeitssicherheitsgesetz, im Sozialgesetzbuch, in der Arbeitsstättenverordnung und in der Maschinenverordnung finden Sie Regelungen zur Gesundheit am Arbeitsplatz. Abgesehen von den gesetzlichen Regelungen können Sie weitere Maßnahmen treffen, um ein sicheres und angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen: 

Fördern Sie Work-Life-Balance

Mitarbeiter zu loben, die spät arbeiten und früh kommen schadet Ihrem Unternehmen auf lange Sicht. Ohne ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben sinkt die Produktivität und das Wohlbefinden. Erwarten Sie nicht von jedem, dass er rund um die Uhr E-Mails beantwortet. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, ein reichhaltiges, erfülltes Leben außerhalb des Büros zu entwickeln. Idealerweise sind Sie in dieser Hinsicht ein Vorbild für Ihr Team. 

Wohlbefinden als Kern Ihrer Unternehmenskultur

Sprechen Sie das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz offen an um eine Basis für Dialog und Austausch zu schaffen. Schaffen Sie für sich selbst und Ihre Mitarbeiter ein angenehmes Arbeitsumfeld. Trauen Sie sich, Probleme im Zusammenhang mit Stress, Depression, Angstzuständen oder anderen psychischen Erkrankungen anzusprechen. Machen Sie deutlich, dass dieses Thema kein Tabuthema ist. 

Unterstützen Sie Mitarbeiter die Hilfe benötigen

Machen Sie deutlich, dass Ihnen das körperliche und mentale Wohlsein Ihrer Mitarbeiter wichtig ist. Erlauben Sie Ihren Mitarbeitern einen freien Tag, wenn diese sich ausgebrannt fühlen oder bieten Sie einen flexiblen Arbeitsplan, damit eine Person Therapietermine wahrnehmen kann. 

Fazit: Fördern Sie Gesundheit am Arbeitsplatz

Das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter und auch Ihre eigene psychische Gesundheit sind wichtig für den Erfolg Ihres Unternehmens. Nur gesunde und glückliche Menschen sind in der Lage ihr Bestes zu geben. Seien Sie Ihren Mitarbeitern und Kollegen ein Vorbild. Zeigen Sie ihnen, dass offen über mentale Gesundheit am Arbeitsplatz gesprochen werden kann und soll. 

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Christina Wendt

Christina Wendt

Christina ist Messaging und Content Expertin bei Superchat. Abgesehen von Kommunikations- und Marketingthemen kennt sie sich bestens in der Berliner Food-Szene aus.