Melanie Schröder
26. Februar, 2021
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11 min Lesezeit

Aktuelle Hygienerichtlinien für Unternehmen

Welche Hygienekonzepte gelten momentan für Unternehmer in Deutschland hinsichtlich Corona? Gar nicht so leicht, hier den Überblick zu behalten. Lesen Sie jetzt, was die aktuelle Corona-Verordnung aussagt und wie Sie Ihren Nutzern während der Krise ein sicheres Kundenerlebnis bieten können.

Vor rund einem Jahr wurden wir von der Corona-Pandemie überrascht und lernen seither, mit dem Virus zu leben. Mittlerweile zeigt sich mit den langsam aber sicher voranschreitenden Impfungen Licht am Ende des Tunnels. Doch bis die viel diskutierte Herdenimmunität bzw. eine Durchimpfung der Bevölkerung erreicht ist, müssen wir unseren Alltag weiterhin mit zahlreichen Hygieneregeln wie Kontaktbeschränkungen, Abstand halten und Maskentragen bestreiten. Und auch für Unternehmen gibt es einige Richtlinien zu beachten, um die Pandemie so gut wie möglich einzudämmen.

Diese Hygienevorschriften gelten momentan für Unternehmer

Seit dem 21. Januar 2021 gilt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona- ArbSchV) für Unternehmen. Diese Verordnung ist bundesweit rechtsgültig; gegebenenfalls gehen Vorschriften der einzelnen Länder darüber hinaus. Das ist zum Beispiel in Bayern der Fall, wo nicht nur einfache medizinische Masken, sondern zwingend FFP2-Masken, in Geschäften getragen werden müssen.

Im Wesentlichen wurden mit der Verordnung die bereits geltenden Maßnahmen verschärft. Diese Regeln galten in Unternehmen bisher ohnehin:

  • Generelles Abstandsgebot von 1,5 m zu anderen Personen
  • Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der Mindestabstand
    nicht eingehalten werden kann
  • Regelmäßige Lüften der Räumlichkeiten

Folgende Regeln gelten bis auf weiteres für Unternehmen.

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice zu ermöglichen
  • Wenn Räume von mehreren Personen genutzt werden, müssen pro Person mindestens zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen
  • Sofern Arbeitnehmer nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, muss der Arbeitgeber mindestens zwei mal pro Woche Selbst- oder Schnelltests anbieten
  • Der Arbeitgeber muss seinen Arbeitnehmern medizinische Masken oder FFP2- Masken bereitstellen

Die Verordnungen und Corona-Regeln für Unternehmen können sich jederzeit ändern. Über die neusten Verordnungen können sich Unternehmer auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales informieren.

Homeoffice wird zur Pflicht – wenn möglich

Seit Januar 2021 müssen deutsche Arbeitgeber nach der jüngsten Corona-Verordnung Homeoffice ermöglichen, soweit dies betriebliche Belange zulassen. Ganz konkret heißt es in der Verordnung:

Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.

Welche betriebsbedingten Gründe hier im Detail gemeint sein könnten, wird in der Verordnung nicht genau definiert. Sollten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber hier nicht einig sein, können sich Arbeitnehmer an die Arbeitsschutzbehörde oder die gesetzliche Unfallversicherung wenden, um Homeoffice durchzusetzen. Arbeitgeber, die kein Homeoffice zulassen, obwohl es möglich wäre, müssen im Extremfall Bußgelder von bis zu 30.000 Euro zahlen. Jedoch ist nicht zu erwarten, dass Mitarbeiter der Arbeitsschutzbehörde die Homeoffice-Pflicht kontrollieren.

Diese 5 Tipps sollten Sie in Ihrem Unternehmen während Corona beherzigen

Neben den verbindlichen Corona-Regeln der Bundesregierung können und sollten Sie noch weitere Punkte beachten, damit sich Ihre Kunden trotz Pandemie sicher und geschützt fühlen.

Tipp 1: Coronafreundliche Dienste anbieten

Kunden und Interessenten bevorzugen momentan möglichst kontaktarmes Einkaufen. Wenn Sie also die Möglichkeit haben, eine Abholung am Straßenrand anzubieten, Produkte aus dem Fenster heraus oder an einem Außenstand zu verkaufen, sollten Sie das tun! Wenn Sie zuvor noch keine Lieferung nach Hause angeboten haben, sollten Sie jetzt darüber nachdenken. Denn auch, wenn sich die Einschränkungen in der nächsten Zeit lockern werden, werden Ihre Kunden vermutlich dennoch weiterhin vorsichtig bleiben und diese Art des Einkaufens bevorzugen.

Tipp 2: Bieten Sie kontaktlose Zahlung an

Wenn der Kontakt mit Ihrem Kunden persönlich stattfindet, sollten Sie die kontaktlose Bezahlung mit Girokarte und Kreditkarte ermöglichen und diese neben Bargeld bevorzugen. Daneben könnten Sie noch weitere mobile Bezahloptionen wie zum Beispiel Google und Apple Pay anbieten. Mithilfe dieser Apps können Ihre Kunden mit dem Smartphone bezahlen und brauchen nicht einmal eine physische Kreditkarte oder ähnliches. Bisher hat sich das mobile Bezahlen in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Gut möglich, dass sich das mit der Pandemie ändert.

Tipp 3: Lassen Sie Ihre Kunden wissen, dass Sie für sie da sind

Gerade jetzt sollten Sie Ihren Kunden mitteilen, dass Sie geöffnet haben – vor Ort oder online. Denn in vielen Fällen gehen Interessenten, besonders während eines Lockdowns, davon aus, dass ein Geschäft geschlossen sein muss. Machen Sie daher in Ihrem Ladenlokal mit einem von außen unübersehbaren Schild darauf aufmerksam, dass Sie geöffnet haben. Dazu könnten Sie online, zum Beispiel mit einem Newsletter oder auf Social Media Kanälen, die Botschaft verbreiten, dass man bei Ihnen einkaufen kann – auch, wenn das unter Umständen nur online möglich ist.

Tipp 4: Fragen Sie Ihre Kunden nach Feedback

Wie sicher fühlt sich Ihr Kunde in Ihrem lokalen Geschäft? Musste Ihr Nutzer aufgrund von Corona bedingten Lieferengpässen lange auf sein Produkt warten? Bitten Sie Ihre Kunden um Feedback und fragen Sie sie, ob sie mit Ihren Produkten und Lieferzeiten zufrieden sind und ob die im Geschäft getroffenen Hygienemaßnahmen ausreichenden Schutz bieten. Je nachdem, können Sie intern Ihre Lieferungsprozesse überdenken oder da Hygienekonzept vor Ort dem Sicherheitsbedürfnis Ihrer Kunden anpassen.

Tipp 5: Optimieren Sie Ihren Online-Auftritt und Ihre Kommunikationskanäle

Spätestens seit Corona haben sich digitale Kommunikationsformen durchgesetzt. Mittlerweile kommunizieren viele Arbeitnehmer hauptsächlich über Videocall, Chat und Co. mit Ihren Kollegen und Vorgesetzen. Durch die Kontaktbeschränkungen hat sich das auch privat geändert: Mit Freunden und Familie wird noch öfter als zuvor über Messenger und Chat kommuniziert. Daher sollten auch Sie mit Ihren Kunden über Messenger wie WhatsApp und Co. in Verbindung treten und zum Beispiel eine Chatfunktion auf Ihrer Website anbieten.

Kundenverhalten wird sich vermutlich auch nach Corona langfristig ändern

Wir alle – Unternehmen, wie auch Kunden und Bürger – haben während der Corona- Pandemie völlig neue und beispiellose Erfahrungen gemacht. Studien prognostizieren, dass sich das Verhalten der Kunden auch in der Zeit nach Corona dauerhaft geändert haben wird. Das wiederrum hat für Sie als Unternehmer weitreichende Konsequenzen. Sie sollten schon jetzt darüber nachdenken, wie Sie Ihre Kommunikation, Ihre Produktentwicklung und das Einkaufserlebnis für Ihre Kunden langfristig gestalten.

Denn es ist zu erwarten, dass Kunden auch nach Corona kontaktloses Bezahlen bevorzugen und weiterhin stark auf digitales Einkaufen setzen werden. Dazu ist nicht zu unterschätzen, wie stark die Markenloyalität in der Krise gelitten hat. Bedenken Sie, dass Käufer zu Beginn der Pandemie vor leergefegten Supermarktregalen standen und zwangsweise neue Produkte ausprobieren mussten, wozu sie möglicherweise auch nach der Krise dauerhaft eher bereit sind.

Dazu ist nach Studien die Bindung an regionale Produkte nachweislich gestiegen, da die Globalisierung während Corona ihre Nachteile offenbart hat. Auch die Online-Kommunikation wird über Corona hinaus vermutlich anhalten. Nicht zuletzt, weil Kunden gelernt haben, wie schnell und bequem sie online Produkte bestellen oder Kundenservice per Messenger erhalten können.

Bündeln Sie Ihre Messenger in einer Software

Es lohnt sich also jetzt schon darüber nachzudenken, wie die Zeit nach der Pandemie in Ihrem Unternehmen aussehen könnte. Und eins steht so gut wie fest: Nachrichtendienste wie WhatsApp, Facebook Messenger und Co. werden sich auch nach der Krise vermutlich noch großer Beliebtheit erfreuen.

Doch mit den vielen neuen Kommunikationskanälen für Kunden müssen die Mitarbeiter des Kundenservice immer mehr leisten. Anstatt nur Telefon und E-Mail zu bedienen, müssen sie nun mit zusätzlichen Kanälen wie Sms, WhatsApp und weiteren Messengern hantieren – und dazu immer wieder zwischen den Kanälen wechseln. Schließlich möchte der Kunde immer schnell eine Antwort bekommen. Bündeln Sie daher jetzt Ihre Kundenanfragen in einer Software und antworten Sie Ihren Kunden jederzeit auf dem Kanal, den er bevorzugt – mit Superchat.

Möchten Sie Superchat nutzen? Haben Sie Fragen zu unserem Produkt? Kontaktieren Sie uns ganz einfach und unverbindlich hier via WhatsApp, oder schreiben Sie uns eine E-Mail unter hello@superchat.de. Wir freuen uns auf Sie!

Melanie Schröder

Melanie ist eine freie Content Marketing Expertin und Autorin. Als Messaging Expertin für Unternehmen schreibt sie Inhalte, die Unternehmen dabei helfen mit Messaging zu wachsen.

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